Die Montessori-Initiative Schwäbisch Hall ist ein eingetragener Verein und betreibt in freier Trägerschaft ein Kinderhaus für ca. 40 Kinder.

 

[Vereinssatzung]

[Beitrittserklärung]

 

Der Besuch des Kindergartens steht grundsätzlich allen Kindern aus dem Stadtgebiet Schwäbisch Hall offen. 

Für Kinder mit Behinderungen gilt ein erweitertes Einzugsgebiet (Landkreis Schwäbisch Hall).

 

[zur Beitragsregelung]

 

Sollten Sie Interesse an einem Platz in einer der Gruppen haben, dann wenden Sie sich bitte direkt an die Kindergärten oder an die folgende Adresse.

 

Postanschrift:

Montessori-Initiative Schwäbisch Hall e.V.

Diakoniestrasse 3
74523 Schwäbisch Hall
Tel. 0791 / 56360

 

E-Mail:

vorstand@montessori-hall.de

 

Folgende Personen bilden seit Februar 2011 den Vorstand:

  • Klaus Arndt

  • Isabel Breuninger

  • Damaris Kießecker

  • Jutta Kraft

  • Gisela Pfeiffer

  • Roland Reckerzügl

 

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Aus der Festschrift zum zehnjährigen Jubiläum:

 

"Das Brot aber rief: ‘Ach, zieh mich raus, Ach, zieh mich raus. Sonst verbrenn ich. Ich bin schon längst ausgebacken.’ Da trat es herzu und holte mit dem Brotschieber alles nacheinander heraus."

(Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm: Frau Holle)

 

"Diese Gegenstände haben eine Beredsamkeit: Nimm mich, sagen sie, mach mich nicht kaputt!"

(Maria Montessori: Die Entdeckung des Kindes)

 

Frau Holle und die Pädagogik Maria Montessoris

Märchen sind keine erfundenen, unwahren Geschichten, wie es unsere Alltagssprache heute ausdrückt, sondern Abbilder von Wahrheiten, von elementaren Grundsituationen, die entscheidend sein können für den Weg des Menschen in sein Leben hinein. So wird jungen Kindern in der Person der Goldmarie eine Haltung gezeigt, die eindeutig als gut und richtig gezeichnet wird.

Wie die Märchenerzähler schreibt auch Maria Montessori der Kindheit größte Bedeutung zu: „Das Kind ist der Baumeister des Menschen“, nicht der Erwachsene, der aus theologischen oder philosophischen Modellen sein Weltbild und seine Haltung festlegt. So wie die Goldmarie das tut, was Brot, Äpfel und andere Alltagsgegenstände ihr sagen, so sollen Kinder ein Empfinden entwickeln, was Gegenstände aus ihrer Lebenswelt ihnen zum Ausdruck bringen. Spielmaterialien sagen: Bring mich an den richtigen Platz; Pflanzen sprechen: Gieße mich; Tiere drücken aus: Halte mich richtig; Menschen zeigen: Sei ehrlich zu mir.

So können Kinder in eine Verantwortung für den sie umgeben- den Kosmos hineinwachsen und spüren, dass sie Teil von diesem Ganzen sind, aus ihm heraus leben und innerhalb der Welt ihre Verantwortung und Aufgabe haben, die sie bereits als kleine Kinder in ihrem Maße ausfüllen können.

Vor zehn Jahren haben wir mit der eindeutigen, in der Realisierung jedoch recht unscharfen Vorstellung begonnen, einen Kindergarten und einen Grundschulzug nach der Pädagogik Maria Montessoris einzurichten. Durch unser gemeinsames Handeln, durch glückliche Umstände und durch viele hilfreiche Hände konnte dies gelingen.

Neben der Montessori Pädagogik war und ist unser zweites inhaltliches Standbein die gemeinsame Erziehung nichtbehinderter und behinderter Kinder. Es tat gut in den vergangenen Jahren, durchgängig eine Atmosphäre innerhalb des Vereins, bei den Mitarbeiterinnen und den Eltern zu erleben, wo dies niemals in Frage gestellt, sondern alltägliche Selbstverständlichkeit war.

Einen dritten Schwerpunkt bildete unsere "Verfasstheit" – der Charakter der Elterninitiative. Unser Ziel war und ist es, eine stabile Balance zwischen den Mitarbeiterinnen, den Eltern und dem Verein als Träger herzustellen. Gerne spreche ich hier vom "Dritten  Weg", der MitarbeiterInnen gleichwertig in die Verantwortung herein- und Bedürfnisse und Interessen der Eltern ernst nimmt. So wird es immer Aufgabe der Initiative sein, für möglichst optimale Bedingungen bezüglich Finanzierung und Personalpflege zu sorgen, damit für gute pädagogische Arbeit ein sicherer Rahmen vorhanden ist.

Eine Aufgabe der nächsten Zeit wird trotz angespannter finanzieller Situation die Einrichtung eines Kinderhauses sein. Sinnvoll wäre es, unter einem Dach beide Gruppen zusammenzuführen. Dies könnte die pädagogische Arbeit erleichtern und verbessern. Auch das Angebot an die Eltern könnte durch die Erweiterung der Öffnungszeiten oder einem Mittagstisch vergrößert werden. Ferner könnte ein Kinderhaus mit dem Grundschulzug kooperieren. Somit könnte die Arbeit der Schule am Nachmittag mit Hausaufgabenbetreuung und einem Freizeitangebot fortgesetzt werden.

Ein weiterer sinnvoller Schritt wäre eine adäquate Fortführung unserer pädagogischen Konzeption im Bereich der Sekundarstufe. Eine fest verankerte Integration und eine Schulpädagogik, die Kinder möglichst selbstbestimmt  und selbstverantwortlich arbeiten lässt, wären konsequente Weiterentwicklungen des bisher gegangenen Weges.

Zum Abschluss ein herzliches Dankeschön an alle bekannten und unbekannten, benannten und unbenannten Wegbegleiterinnen und –begleiter in der Vergangenheit. Auch für die nächsten Jahre bitten wir um Ihre Zusammenarbeit und Ihr Vertrauen.

Für den Vorstand der

Montessori-Initiative Schwäbisch Hall e.V.

Jo Härtig


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